02.15Der Wohntraum Fertigteilhaus
Der Wohntraum Fertigteilhaus
Der Immobilienbesitz ist der Wunschtraum vieler Menschen und rangiert auf deren Wunschliste weit oben. Tatsächlich verwirklichen viele Menschen ihren Traum und wagen den Sprung zum Immobilienbesitzer. Im Vorfeld der endgültigen Entscheidung eines Hausbaus steht die Abwägung der Bauart. Soll ein konventionell errichtetes Gebäude oder ein günstiges Fertigteilhaus in Erwägung gezogen werden? Vielen Bauherren schwebt noch immer das Klischee eines billigen Fertighauses vor, wie es zu Beginn der 70er Jahre einmal üblich war. Diese Zeiten sind längst vorbei und Häuser aus Fertigteilen haben sehr hohe Baustandards erreicht. Oft stehen sie konventionell gebauten Häusern weder in der Qualität noch im Preis nach.
Welche finanziellen Vorteile bietet ein Fertigteilhaus?
Beim Bau eines Fertigteilhauses hat der Bauherr von Anfang an keine preislichen Überraschungen für das Gebäude zu erwarten. Der Preis steht auf den Cent genau fest, wenn der Grundriss festgelegt ist und die Bemusterung durchgeführt wurde. Die Bodenplatte oder die Fundamente müssen im Vergleich zu einem konventionellen Haus weniger Gewicht tragen und sind dementsprechend einfacher zu gestalten. Für die Bauherren besteht auch beim Fertigteilhaus ein weites Betätigungsfeld für Eigenleistungen im Innenbereich. Die Bauzeit ist relativ kurz und somit ergibt sich für den Bauherrn eine kurze Zeit der Doppelbelastung von Miete und Hausfinanzierung. Der finanzielle Ablauf lässt sich beim Bau eines Hauses aus Fertigteilen daher viel genauer und straffer planen.
Die baulichen Vorteile eines Fertigteilhauses
Die rasche Bauzeit erzeugt bereits nach wenigen Tagen ein wetterfestes Gebäude. Bei manchen Herstellern ist dieser Zustand bereits nach 24 Stunden erreicht. Das Verlegen von Fliesen und Teppichböden ist relativ einfach, da Fertigteilhäuser maschinell gebaut wurden. Die Wände bilden genaue Winkel von 90 Grad und erfordern bei den nachfolgenden Gewerken so gut wie keine Anpassungsarbeiten. Die Wandbeplankungen sind oft mit Gipsplatten oder Fermacell ausgeführt, womit für weitere Bearbeitungen keine echte Bohrmaschine benötigt wird. Ein Akkuschrauber reicht für die meisten Schraubarbeiten bis hin zu großen Regalen völlig aus. An Versorgungsleitungen kommen die Bauherren in späteren Jahren zur Behebung von Defekten oder bei Umbauarbeiten nach Lösen dieser Platten fast ohne Probleme heran und müssen keine massiven Wände aufhacken. Ein günstiges Fertigteilhaus kann jedoch auch einige Nachteile haben, die vorher bedacht werden sollten.
Gibt es Nachteile zu beachten?
Die Schalldämmung der Wände erreicht bei Fertigbauten in Holzständerbauweise oft nicht die Werte konventioneller Steinwände. Das ist innerhalb der Wohnräume noch gut zu tolerieren, kann in verkehrsreichen Gegenden aber wegen mangelnder Schalldämmung der Außenwände aber sehr ärgerlich sein. Abhilfe schafft hier meistens eine Fassade aus vorgesetzten Klinkersteinen anstatt einer Putzfassade. Das Befestigen einer Markise oder von schweren Küchenschränken muss vorgeplant werden. Bei manchen Fertigteilhäusern kann jeder Wanddübel mit 50 kg belastet werden, was für die Beanspruchungen einer Küche im Normalfall ausreicht. Eine Markise bedarf allerdings einer kräftigeren Befestigung und es muss bereits bei der Planung ein Tragbalken berücksichtigt und eingebaut werden. Bei ausgebauten Dachgeschossen ist bisweilen eine mangelhafte Trittschalldämmung zu beobachten. Bei Bungalows oder eingeschossigen Fertigteilhäusern kommt dieser Eigenart von Fertigteilhäusern jedoch keine Bedeutung zu.